Aufnahmeprüfung & Zulassungsbedingungen für den Studiengang Theaterpädagogik

Aufnahmeverfahren

Das Zulassungsverfahren gliedert sich in die Teile Vorspielen (a) und Spielleitung (b).

Aufnahmeprüfung

Die Aufnahmeprüfung findet an einem Prüfungstag statt.

Im ersten Teil wird die eigene Spielkompetenz in den Mittelpunkt gestellt. Dies dient der Überprüfung von Zugangskompetenzen in den Bereichen Bewegung, Atem/Stimme/Sprechen, Wahrnehmung, Szene, Verwandlungsfähigkeit, Gestaltungswille, Selbstkompetenz. Hier findet ein Vorspiel statt.
Am Ende dieses ersten Prüfungsteils wird mündlich mitgeteilt, ob man am zweiten Prüfungsteil teilnehmen kann.

Im zweiten Teil liegt der Fokus auf der Spielleitungskompetenz. Die vorbereiteten Rollen werden teilweise als Ausgangspunkt für Übungen genutzt. Das schriftliche Inszenierungskonzept wird diskutiert.
Am Ende des zweiten Prüfungsteils entscheidet das Prüfungsgremium über die Zulassung zum Studium.
Die Prüfungsentscheide werden mündlich erläutert und/oder schriftlich mitgeteilt.

a) Vorzubereiten für das Vorspiel:

Vorsprechrollen:
1. eine selbst gewählte Rolle aus der Theaterliteratur (max. 3-5 Minuten)
2. eine selbst geschriebene und entwickelte Szene (max. 2 Minuten) ODER ein eigenes Gedicht/ein selbstgeschriebener kurzer Prosatext (max. 2 Minuten)

Spielleitung

Bei der Spielleitung werden Grundlagen des Spielens, der Leitung und der Reflexionsfähigkeit in praktischer Arbeit geprüft

b) Vorzubereiten für die Spielleitung:

Im direkten Anschluss an das bestandene Vorspiel stellt das Prüfungsgremium eine Didaktikaufgabe an den Bewerber, für die eine Vorbereitungszeit von 60 Minuten gewährt wird. Es geht um die Entwicklung einer konzeptionellen Idee für ein Projekt mit nicht-professionellen Spielerinnen und Spielern, das sich auf eine aktuelle gesellschaftliche Problematik bezieht und/oder in der Heimat der Bewerberinnen und Bewerber angesiedelt ist. Überlegungen zum gewählten Inhalt, zum Vermittlungsanliegen und zur szenischen Phantasie sollten gleichermaßen berücksichtigt werden.

Im Anschluss daran folgt die praktische Umsetzung in Form eines Spiels/einer Übung, in der der Bewerber eine Gruppe von Darstellern mit innewohnenden Entwicklungen selbstständig anleitet.

Befreiung von der Teilnahme

Bewerber/innen, die schon ein künstlerisches/pädagogisches Studium an einer staatlich anerkannten Hochschule oder einer staatlich anerkannten Berufsfachschule abgeschlossen haben, werden auf Antrag bei der Schulleitung und gegen Vorlage ihrer Abschlusszeugnisse von der Aufnahmeprüfung befreit.

Bewerber/innen, die in das Fach Theaterpädagogik aus einem nicht abgeschlossenen künstlerischen/ pädagogischen Studium an einer staatlichen Hochschule oder einer staatlich anerkannten Berufsfachschule an das Hamburger Schauspiel-Studio Frese wechseln wollen, können auf Antrag von der Aufnahmeprüfung befreit werden.

Kosten

Die Kosten für das Studium betragen monatlich 490 €.

– Für den Ausbildungsgang Theaterpädagogik ist bei der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg die SchülerBAFöG-Förderung beantragt. Das Akkreditierungsverfahren läuft. Das Schüler-BAföG ist kein Darlehen und muss nicht rückerstattet werden.
– Ab dem 3. Semester besteht die Möglichkeit einen Ausbildungskredit / Studienkredit für den Rest der Ausbildung zu bekommen.

Zulassungsbedingungen zum Studium der Theaterpädagogik

§ 1. Zweck

1. Dieses Merkblatt gibt einen Überblick über die Bedingungen für die Aufnahme zum Theaterpädagogikstudium am Hamburger Schauspiel-Studio Frese.
2. Die Rechtsgrundlagen bilden das Curriculum, die Studien- und Prüfungsordnung des Schauspiel-Studios Frese sowie die einschlägige Fachschulgesetzgebung.

§ 2. Zulassungsbedingungen betreffend Vorbildung

Es werden alternativ folgende Qualifikationen vorausgesetzt:
a. Allgemeine Hochschulreife oder anerkannte Fachhochschulreife
b. berufsqualifizierter Abschluss im Bereich Schauspiel, Theaterregie oder mindestens dreijährige Berufserfahrung im Berufsfeld Musik und Theater,
c. Nachweis einer anderweitig erworbenen gleichwertigen allgemein bildenden Ausbildung.

§ 3. Zusätzliche Zulassungsbedingungen

1. Zusätzlich werden kumulativ vorausgesetzt:
a. positiver Entscheid über die künstlerische und physische Eignungsprüfung,
b. Ausreichende Deutschkenntnisse, die es erlauben, dem Unterricht problemlos folgen zu können.
2. Es gelten folgende Altersbeschränkungen:
Für Theaterpädagogik: mindestens 20 bis höchstens 35 Jahre,
3. Die Voraussetzungen müssen zum Zeitpunkt des Studienbeginns erfüllt sein.

§ 4. Aufnahme sur dossier

1. Eine Aufnahme sur dossier ist möglich, wenn die erforderlichen Qualifikationen betreffend die Vorbildung (§ 2) nicht vorliegen, aber eine außerordentliche künstlerische/pädagogische Begabung nachgewiesen werden kann. Eine Person, die sich um die Aufnahme «sur dossier» bewirbt, muss mindestens 24 Jahre alt sein und in den Lebensjahren, die sie den anderen Bewerbern voraus hat, die Fähigkeiten und Kompetenzen erworben haben, die es für eine
Fachausbildung braucht (Aus- und Weiterbildung, Berufs- und sonstige Lebenserfahrung). Den Entscheid fällt die Studienleitung aufgrund der Unterlagen und einem persönlichen Gespräch.
2. Die zusätzlichen Zulassungsbedingungen (§ 2; §3 Punkt 2) sind in jedem Fall zu erfüllen.

§ 5. Weitere Bestimmungen

1. Die Zahl der Studienplätze ist beschränkt. Für Studienanwärterinnen und -anwärter, welche die Eignungsprüfung bestanden haben, für die aber kein Studienplatz zur Verfügung steht, wird in der Reihenfolge der Prüfungsergebnisse eine Warteliste geführt.
2. Eine nicht bestandene Eignungsprüfung kann ein Mal pro Studiengang wiederholt werden. In besonderen Fällen sind Ausnahmen möglich.
3. Die Zulassungsberechtigung gilt jeweils für das Studienjahr, für das die Eignungsprüfung vorgesehen war.

Hamburg, im Mai 2014

Jürgen Hirsch                             Luisa Brandsdörfer
Geschäftsführender Direktor     Studiengangleitung TP