FRESE Schülerin beim Mannheimer Sommer 2026

Vom 18. Juni 2026 bis zum 28. Juni 2026 fand am Nationaltheater Mannheim das internationale Festival für Musik und Theater – der Mannheimer Sommer 2026 – statt.
Unsere Schülerin Anna Lewen war als Festival Scout vor Ort und hat… HAAAAALT STOOOOP! Jetzt rede ich. Das ist eine Übernahme!

Hallo zusammen, ich bin Anna und war besagte Person auf dem Festival. Ich habe zusammen mit 11 weiteren Scouts das Festivalteam des Mannheimer Sommers unterstützt. Und eins vorab: Wir haben geschwitzt! 
Mannheim versank in dem Zeitraum in Temperaturen jenseits der 35 Grad Marke und verwandelte sich in eine flirrende Betonwüste.
Von den Temperaturen haben wir uns aber nicht beirren lassen und haben voller Tatendrang Künstler*innen und Produktionen betreut, Stückeinführungen und Nachgespräche gehalten, die unterschiedlichsten Vorstellungen angeschaut und bei Maskenball und Orchesterkaraoke ordentlich gefeiert.

Das Motto „Lasst euch entgrenzen!“ war Programm:
Musik traf auf Theater, Oper flirtete plötzlich mit Robotern und am Ende des Tages wusste man manchmal nicht mehr, ob man gerade ein Konzert, eine Oper, eine Performance oder eine geniale Idee erlebt hat. Vielleicht aber auch alles auf einmal? Auf jeden Fall aber: ein Paralleluniversum zwischen Bühnenzauber und Gedankenakrobatik.

Schnell wurde klar: Dieses Festival spielt nicht einfach auf einer Bühne – es spielt mit dem Begriff Bühne. Mal landete ich im OPAL, der Interimsspielstätte des Nationaltheaters, dann zog es mich weiter in die Friedenskirche, ins Technoseum oder ins Planetarium. Kultur hatte hier eindeutig einen Hang zum Tapetenwechsel. Oder besser: zum Bühnenwechsel.

Was mich besonders beeindruckte? Hier begegneten sich Welten, die sich im Alltag wahrscheinlich nur versehentlich im Aufzug treffen würden. Mozart gab sich mit zeitgenössischer Performance die Klinke in die Hand, Oper begegnete Experiment, internationale Künstler*innen trafen auf neugieriges Publikum.
Das Festival sagte nicht: „Entweder oder.“ Es sagte: „Warum eigentlich nicht beides?“ Und manchmal sogar: „Nehmen wir doch noch ein Drittes dazu.“

Je länger ich dabei war, desto klarer wurde mir: Der Mannheimer Sommer ist kein Festival, das einem Antworten serviert. Er stellt Fragen. Was ist Musik? Was ist Theater? Wo hören Genres auf und wo beginnt Neugier? Manchmal fühlte sich das an wie ein kulturelles Überraschungsei – nur mit deutlich weniger Schokolade und deutlich mehr Denkanstößen.
Das leibliche Wohl kam aber dennoch nicht zu kurz: Im bunten und extra eingerichteten Festivalzentrum konnte sich an unterschiedlichen Foodtrucks und Bars von Flammkuchen bis Burger und kühlen Getränken gestärkt werden. Sowohl in den Pausen während oder zwischen den Vorstellungen und Programmpunkten als auch nach dem offiziellen Programm als Abendausklang.

Am Ende meines Scout-Einsatzes verlasse ich das Festival mit einem Kopf voller Eindrücke, einem Herzen voller besonderer Momente und dem leisen Verdacht, dass Grenzen ohnehin überschätzt werden. Vor allem dann, wenn Kunst sie einfach überspringt.

Mein Fazit? Der Mannheimer Sommer 2026 war kein Festival für Schubladendenker*innen. Hier wurde nicht nur Musik gemacht und Theater gespielt. Hier wurde ausprobiert, überrascht, verbunden und manchmal auch charmant verwirrt. Und genau das machte für mich den Reiz aus.

So und damit gebe ich das Redeholz wieder ab und verabschiede mich in meine restlichen Sommerferien. 

GaLiGrü
Eure Anna

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Erfolgreiche Schauspielausbildung seit über 60 Jahren

Dominik Günther

Schauspiel

Regisseur

Ausbildung
Germanistik- und Sozialwissenschaftsstudium an der Universität Bielefeld. Schwerpunkt des Studiums: Theaterwissenschaften. Regieassistent am Theater Bielefeld, Theater Bonn und dem Thalia Theater.

Tätigkeiten
Seit 2005 arbeitet er als  freier Regisseur u.a. am Thalia Theater Hamburg, Deutsches Theater Berlin, Theater Osnabrück. Im Sommer 2014 inszeniert er im Auftrag vom Goethe Institut am Jungen Staatstheater Vietnam in Hanoi den kaukasischen Kreidekreis von Bert Brecht. Viele seiner Arbeiten wurden mit Preisen ausgezeichnet.

Ab der Spielzeit 2021/22 ist er Oberspielleiter am Landestheater Tübingen.